LEADER-Projekte

Folgende Projekte sind bewilligt, befinden sich in der Umsetzung oder sind bereits abgeschlossen:

Interkommunale Radschnellverbindung  Emden-Papenburg
Projektträger: Stadt Emden
Projektlaufzeit: 2019
Projektkosten: 120.000 €
LEADER-Förderung: 96.000 €
Projektstatus: laufend

Die Städte Emden, Leer und Papenburg sowie die Gemeinden Moormerland und Westoverledingen nehmen die Planung einer interkommunalen Radschnellverbindung in Angriff und möchten als ersten Schritt ein Gesamtkonzept als Grundlage für die nachfolgende Umsetzung der Streckenabschnitte erstellen lassen. Dieses Konzept soll für die Kommunen die Grundlage bilden, um Einzelanträge für Fördergelder zum Ausbau / zur Anpassung von Streckenabschnitten stellen zu können.

Bei mehreren Treffen des Arbeitskreises Roede-Radverkehr wurde deutlich, dass alle beteiligten Kommunen unabhängig voneinander zukünftig die Verbesserung von Radwegetrassen sowohl für den Alltagsradverkehr als auch für die touristische Nutzung zum Ziel haben. Durch die geplante Radschnellverbindung soll der Zunahme im Radverkehr gerecht werden. Vor allem den Pendlern soll eine möglichst kurze und direkte Verbindung zwischen den Gemeinden zur Verfügung gestellt werden, um einen Anreiz zu geben, vom PKW auf das Rad umzusteigen. Die Gestaltung der Trasse soll in Verträglichkeit mit der durchfahrenden Landschaft und den Stadtbildern sein.


Einrichtung eines Orff-Zentrums mit besonderer Ausrichtung in Westoverledingen
Projektträger: Gemeinde Westoverledingen
Projektlaufzeit: 2019
Projektkosten: 291.000 €
LEADER-Förderung: 145.500 €
Projektstatus: laufend

Die Gemeinde Westoverledingen hat die Gelegenheit, von einem privaten Spender eine umfangreiche Sammlung Orffscher Musikinstrumente zu bekommen. Orffsche Instrumente erlauben es, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene auch ohne musikalische Vorbildung musizieren können und so Freude an der Musik erlangen. Diese einzigartige Sammlung soll als 8. Orffzentrum Deutschlands für den norddeutschen Raum in Westoverledingen installiert werden. Hierfür soll im Rahmen eines Anbaus bei der Grundschule Steenfelde/ Großwolde ein separater Raum (ca. 120 qm) geschaffen werden, um die Sammlung dort fest zu installieren und ständig nutzbar zu machen. Dieses stellt eine Besonderheit dar, da andernorts ein jeweiliges Auf- und Abbauen erforderlich ist, was Nutzung und Akzeptanz einschränken.

Mit dem Zentrum wird ein fester Anlaufpunkt geschaffen, der Schulen, Vereinen und anderen Organisationen dauerhaft zur Verfügung steht. Gerade in der heutigen, durch Digitaltechnik geprägten Zeit wäre ein Orffzentrum ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung des musikalisch-kulturellen Verständnisses von Jung und Alt. Es könnte eine Vielzahl von Projekten initiiert werden, die auch über die Region hinaus ausstrahlen würden, wie z. B. Seminare und Konzerte.


Verbesserung der Radwegeverbindung Neermoor-Warsingsfehn über den Ackerhauserweg und den Norderkamp
Projektträger: Gemeinde Moormerland
Projektlaufzeit: 2018
Projektkosten: 227.000€
LEADER-Förderung: 103.000€
Projektstatus: abgeschlossen

Der Ackerhauser Weg ist in Verbindung mit dem Süderbaulandweg, dem Voßbergweg und weiterführend dem Kapellenweg in den Radfahrrouten als Verbindung von der Süderstraße (B7ß0) in Richtung Warsingsfehn und weiter in Richtung Timmel/Großefehn ausgewiesen. Darüber hinaus stellt der Ackerhauser Weg in Verbindung mit den weiteren Straßen eine stark frequentierte innerörtliche Radwegeverbindung abseits von klassifizierten Straßen zwischen den Ortschaften Neermoor und Warsingsfehn dar. Der Norderkamp stellt ebenfalls eine Radwegeverbindung zwischen der Ortschaft Neermoor und den übrigen östlich angrenzenden Gebieten Warsingsfehn und Hatshausen sowie weiterführend Großefehn/Timmel dar. Beide Trassen liegen im unmittelbaren Bereich der Radschnellverbindung zwischen Emden und Papenburg, ein Roede-Projekt, das zurzeit in Planung ist.

Bei beiden Straßen befindet sich die Fahrbahn bedingt durch die Nutzung sowie die witterungsbedingte Aushagerung des Asphaltbelages in einem sehr schlechten Zustand. Es sind diverse Schlaglöcher sowie Asphaltabplatzungen vorhanden. Aus diesem Grunde sind die Straßen für Fahrradfahrer kaum noch nutzbar und werden dadurch gemieden. Im Rahmen der Verkehrssicherheit wurden immer wieder Ausbesserungen an den Straßen vorgenommen. Im Hinblick auf den Straßenzustand sind diese Unterhaltungsmaßnahmen nicht mehr nachhaltig. Daher soll die Asphaltfahrbahn nun erneuert werden.


Energetische Sanierung der Fenster des Dorfgemeinschaftshauses Tunxdorf/Nenndorf
Projektträger: Stadt Papenburg
Projektlaufzeit: 2018
Projektkosten: 35.000€
LEADER-Förderung: 13.000€
Projektstatus: abgeschlossen

Das Dorfgemeinschaftshaus in Tunxdorf/Nenndorf bildet den gesellschaftlichen Mittelpunkt für die beiden kleinen Stadtteile Tunxdorf und Nenndorf. In den sehr ländlich strukturierten Ortsteilen gibt es praktisch keine Alternative für Veranstaltungen. Viele Gruppen und Vereine nutzen das Gebäude für Veranstaltungen und regelmäßige Treffen. Neben Jugendgruppen, dem Sportverein und dem Schützenverein sind insbesondere auch Senioren dort sehr aktiv. Dort finden auch größere Veranstaltungen statt. Jedoch sind die Fenster des Dorfgemeinschaftshauses Tunxdorf/Nenndorf abhängig: Die Wind- und Regendichte der Fenster sind nicht mehr gegeben, Beschläge und Bänder sind teilweise korrodiert, sodass ein ordnungsgemäßen Schließen und Öffnen nicht mehr möglich ist. Dies führt zu einem schlechten Raumklima und Akzeptanzproblemen, v.a. bei den älteren Nutzern an sehr warmen oder sehr kalten Tagen. Daher wird die Stadt Papenburg die Fenster ersetzten. Damit wird die Nutzungsmöglichkeit der Räumlichkeiten für Gruppen und Vereine, die das Gebäude regelmäßig nutzen (z.B. Jugendgruppen, Sportverein, Schützenverein), verbessert und trägt nebenbei noch zur Energieeinsparung bei.


Neubau einer Fußgängerbrücke an der „Erfurter Str.“ im Ortsteil Warsingsfehn
Projektträger: Gemeinde Moormerland
Projektlaufzeit: 2018-2019
Projektkosten: 70.000€
LEADER-Förderung: 35.000€
Projektstatus: laufend

Die Erfurter Str. liegt am Rande des Ortsteils Warsingsfehn. Der Warsingsfehnkanal Ost stellt mit seinen beidseitig verlaufenden Gemeindestraßen die ursprüngliche Fehnstruktur dar und soll aus diesem Grund in seiner Form erhalten bleiben. In 2011/2012 wurde auf Grund von Ablagerungen eine Wiekenentschlammung vorgenommen und die Böschungskanten mit Faschinen gesichert. Nun soll mit der Errichtung einer Fußgängerbrücke eine optische, aber auch qualitative Verbesserung der Wohn- und Verkehrssituation erzielt und die touristische Attraktivität erhöht werden. Die geplante Fußgängerbrücke soll in Form einer historischen Dreiposten-Brücke hergestellt und damit das Ortsbild und die alte Fehnkultur erhalten bleiben. Die Konstruktion ist der alten Bauweise nachempfunden. Mit dem Projekt beabsichtigt die Gemeinde die Gemeinschaft der Anlieger zu fördern und die Verkehrssituation zu verbessern, da die Erfurter Str. keine Nebenanlagen für Radfahrer, Fußgänger und Gehbehinderte besitzt.


Wir packen an! – Bürgerschaftliches Engagement und Berufserkundung
Leuchtturmprojekt
Projektträger: Ems-Achse e.V.
Projektlaufzeit: 2018-2020
Projektkosten: 73.000€
LEADER-Förderung: 58.400€
Projektstatus: laufend

Fachkräfteengpässe führen jetzt schon in einzelnen Branchen dazu, dass Aufträge nicht angenommen werden können. Mittel- und langfristig werden immer mehr Unternehmen den Fachkräfteengpass als Wachstumsbremse spüren. Das Projekt der Ems-Achse soll Jugendliche und weitere potenzielle Fachkräfte über „Aktionen“ an Mangelberufe heranführen. Darüber hinaus nimmt das bürgerschaftliche Engagement einen besonderen Stellenwert in der Gesellschaft ein. Gerade der ländliche Raum zieht einen Großteil seiner Stärke aus dem Ehrenamt. Mit dem vorliegenden Projekt sollen verschiedene Zielgruppen für dieses Engagement begeistert werden.

Konkret sollen Jugendliche/potenzielle Fachkräfte mit Unternehmen und Vereinen in Kontakt gebracht werden. Dafür werden zuerst in den Gemeinden Moormerland und Sögel Betriebe mit Fachkräfteengpässen identifiziert. Mit den Betrieben wird in Abstimmung mit den Vereinen ein Projekt im bürgerschaftlichen Sinne vereinbart. Über die regionalen Bildungsträger werden Jugendliche/potenzielle Fachkräfte in die Unternehmen vermittelt und beschäftigen sich dort u.a. mit der Ausarbeitung des Projektes. Dieses soll öffentlichkeitswirksam, vergleichbar mit den 72h-Aktionen der Landjugend, umgesetzt werden. Nach einer Evaluierung sollen weitere Aktionen in den anderen Gemeinden stattfinden.


Melkhuske im Königsmoor
Projektträger: private Projektträgerin
Projektlaufzeit: 2018
Projektkosten: 32.000€
LEADER-Förderung: 16.000€
Projektstatus: abgeschlossen

Im Königsmoor/Veenhusen soll ab Sommer 2018 das erste Melkhus der Region Östlich der Ems eröffnen. Gelegen nahe der beliebten Rad- und Wanderstrecke Fehnroute wird es ein schönes Ausflugsziel für Gäste, Ausflügler, Schulklassen und Einheimische sein, die mit selbstgemachten Kuchen, Torten, Quarkspeisen, Joghurts und Milchmix-Getränken verwöhnt werden. Kaffee, Tee und kalte Getränke gibt es ebenfalls. Langfristig soll das Melkhus noch um einen Spielbereich für Kinder erweitert und eine Blumenwiese für Insekten angelegt werden. Darüber hinaus gibt es Pläne, das Gelände auch für Kindergärten und Schulklassen als „Grünes Klassenzimmer“ attraktiv zu gestalten.


Fehnomenale Erlebniskommunikation auf allen Kanälen – Das Fehngebiet online entdecken und erleben
Kooperationsprojekt mit der LAG Fehngebiet
Projektträger: Interessengemeinschaft Deutsche Fehnroute e.V.
Projektlauzeit: 2017-2018
Projektkosten: 30.000€
LEADER-Förderung: 16.500€ (LAG Roede: 4.700€, LAG Fehngebiet: 11.800€)
Projektstatus: laufend

Die Deutsche Fehnroute wurde 1992 eröffnet und ist ein 160 km langer Radfernweg, der durch die Orte führt, die durch die Moorkolonialisierung erschlossen wurden. Die Interessengemeinschaft Deutsche Fehnroute e.V. vermarktet die Strecke und Urlaubsregion. Die touristischen Aktiv- und Erlebnisangebote im Fehngebiet sollen nun über eine neue Internetplattform mit Schnittstellen zu Informations- und Reservierungskanälen, Veranstaltungsplattformen und Social-Media-Kanälen vermarktet werden. Damit wird die Kommunikation den modernen Anforderungen des Tourismusmarktes angepasst und inhaltlich verbessert. Mit einem touristischen Online-Marketingmix soll das Fehngebiet als wertvolle Kulturregion und verantwortungsbewusste Naturregion in Wert gesetzt und potenziellen Gästen durch konsequente Nutzung und Kommunikation insbesondere in den neuen Medien näher gebracht werden. Die Basis des Projektes bietet eine neue, responsive Internetplattform, da der Trend immer mehr hin zu „mobile first“ geht. Flankiert wird die technische Realisierung von einer Marketingkampagne.


Ausbau der Nenndorfer Str. in Richtung Emsdeich
Projektträger: Stadt Papenburg
Projektlaufzeit: 2018
Projektkosten: 125.000€
LEADER-Förderung: 52.000€
Projektstatus: abgeschlossen

Die Nenndorfer Str. liegt im Ortsteil Nenndorf der Stadt Papenburg und verbindet den Ortsteil mit der Deichverteidigungsstraße der Ems. Neben der Funktion als landwirtschaftlicher Weg (Erschließung und Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen) hat die Nenndorfer Str. eine übergeordnete Funktion für den Radverkehr im Alltag (Einkaufen, Schule, Arbeitsweg) und darüber hinaus im Freizeitbereich.

Der vorhandene Weg entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und ist nur noch eingeschränkt nach den einschlägigen Bestimmungen und Richtlinien nutzbar. Die alte Makadam-Befestigung hat sich stark verformt. Beulen sowohl in Quer- als auch Längsrichtung behindern die Nutzung der Straße durch landwirtschaftliche Fahrzeuge und Radfahrer. Um zukünftig den Verkehr entsprechend der Anforderungen abwickeln zu können und mittelfristig eine erneute Schädigung der Anlage vermeiden zu können, soll die Anlage auf einer Länge 620m mit einer Breite von 3,50m im Hocheinbau neu befestigt werden. Die vorhandenen Bäume werden dabei nicht beschädigt.


Einrichtung einer Naturschutzstation Ems
Projektträger: Entwässerungsverband Oldersum
Projektlauzeit: 2017-2018
Projektkosten: 112.000€
LEADER-Förderung: 55.000€
Projektstatus: abgeschlossen

Der Masterplan Ems 2050 soll zur Wiederherstellung des Ökosystems der Ems unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Interessen dienen. Dazu gehört sowohl die Wiederherstellung, der Erhalt und die Entwicklung eines intakten und dynamischen Ökosystems als auch der Erhalt der Ems als leistungsfähige Bundeswasserstraße.

Im ehemaligen Betriebswohnleiterhaus des Siel- und Schöpfwerkes Sautel soll eine Naturschutzstation Ems eingerichtet werden. Diese ist als Kommunikationsort für alle, die am Masterplan Ems beteiligt sind, zu sehen. Sie soll der Förderung einer konstruktiven Kooperation zwischen Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz dienen. Dafür muss das Wohngebäude durch Umbaumaßnahmen zu einem Bürogebäude umgebaut werden und soll gleichzeitig auch für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden können.